Freitag, 26. April 2013

Herz Jesu und Kühn/ Entwurf Opferkerzenständer

Momentan sammle ich so viel, dass ich mit dem Bearbeiten nicht hinterher komme. Doch dieses Fundstück aus dem Pfarrarchiv von Herz Jesu Prenzlauer Berg möchte ich nicht vorenthalten (siehe am Ende).

Der Entstehungszeitraum ist noch unklar. Es könnte aus der Erbauungszeit sein, ebenso wie aus der Zeit nach Hehls Tod 1911. Christoph Hehl war der Erbauer der 1898 eingeweihten Herz-Jesu-Kirche. Inwieweit Carl Kühn bereits während der Entwurfsphase und zu Lebzeiten Hehls eingebunden war ist unklar.

Sicher ist, dass er ab 1911 die Ausmalungsarbeiten mit der Gemeinde und den Malern Friedrich Stummel bzw. nach dessen Tod Kurt Wentzel als Architekt und Nachfolger Hehls begleitete.

Spannend ist auch, dass für viele kleinere Arbeiten und Entwürfe später Josef Bachem herangezogen wurde. Z.B. beim Schalldeckel für die Kanzel (1931) oder einer Abortanlage für die (alte) Theresienschule auf dem Grundstück von Herz Jesu oder beim Kriegergedächtnisaltar (1929) sowie Aufstockung Theresienlyzeum (1930).

War Kühn zu beschäftigt, hielt er sich anfangs an die Trennung zwischen Amt und Privatauftrag (wie es in der Bekanntmachung der Ernennung zum Diözesanbaurat im Amstblatt, 1930, steht) oder war er unbeliebt?

Undatierter, signierter  Entwurf für einen Opferkerzenständer,
Q: Pfarrarchiv Herz Jesu, Fehrbelliner Str.
(erneuert: 30.12.2014)

Sonntag, 21. April 2013

Konrad von Parzham

Heute am 21.4. ist der Gedenktag des Pförtners und Kapuzinerfraters Konrad. Er wurde 1930 selig und 1934 heilig gesprochen. Diese Zügigkeit spricht ebenso für seine Beliebtheit wie die vielen Kirchenpatrozinien in dieser Zeit. Auch im Bistum Berlin gibt es in dieser Zeit mindestens drei Konradskirchen. Dessen Einfachheit und Frömmigkeit ein Grund für die Wahl waren. Auch die Tatsache, dass ein Konrad, Johann Konrad Augustin Maria Felix Kardinal Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos, 1935 zum dritten Bischof des jungen Bistums Berlin gewählt wurde, war sicher ein Grund für die Namenswahl.
Ein Beispiel hierfür ist ist die Kirche in Falkenberg von Josef Bachem (Weihe 1940 durch Bischof Konrad). Sowie die beiden Kühn-Kirchen in Wandlitz und Falkensee


Falkensee, 1934 geweiht,
vor dem Anbau von 2010


Wandlitz, 1937 geweiht, 
beide von Carl Kühn


Falkenberg, 1940 geweiht
von Josef Bachem


Alle Bilder: Bildarchiv der Kunstbeauftragten
des Erzbistums Berlin (neu eingestellt: 30.12.2014)




Weiter Informationen:

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Konrad_von_Parzham.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Graf_von_Preysing
http://www.heiligkreuz-berlin.de/index.php?id=54

Freitag, 19. April 2013

140. Geburtstag von Carl Kühn

Am 19.4.1873 wurde Carl Anton Otto Kühn in Köln geboren. Dies möchte ich zum Anlaß nehmen und in nächster Zeit aktuelle Arbeitsergebnisse hier präsentieren.

Zu allererst im Gedenken an den Kirchenbaumeister: Alles Gute!

Montag, 15. April 2013

Herz Jesu Berlin, Fehrbelliner Straße

Konnte heute im gut erhaltenen Archiv der Kirchengemeinde Herz Jesu arbeiten. Dort fand sich eine Anweisung aus dem Ordinariat von 1934, worin darum gebeten wird, mögliche Schutzräume in Kellern der Kirchengemeinden zu melden, damit der Diözesanbaurat rechtzeitig an den (Um-)Bauarbeiten beteiligt werden kann. Die Möglichkeit, dass Carl Kühn auch Schutzräume mitgeplant hat, erweitert das Tätigkeitsfeld nochmal.

Desweiteren ist Kühn noch in der Nachfolgezeit Hehls, Hehl stirbt 1911, bis 1913 in dessen Büro an der Technischen Hochschule. Von dort aus koordiniert er die Ausmalungsarbeiten durch Friedrich Stummel (1911-1913) und später, anscheinend als Privatarchitekt, Karl Wenzel (1923).

Links zu weiteren Informationen zur Herz-Jesu-Kirche

http://www.herz-jesu-kirche-berlin.de/gottesdienste/herz_jesu_kirche

Freitag, 12. April 2013

(Hermann) August Leo Zaar (1860-1911)

Zaar war ein bekannter Berliner Architekt dessen älterer Bruder Carl ihn überlebte. Beide Zaars arbeiteten als Honorardozenten neben Carl Kühn an der Technischen Hochschule Charlottenburg.
Außerdem waren Zaars großmütterlicherseits mit Carl Kühn verwandt, ebenso wie mit Vincenz Statz.
Mit August Leo baute Carl Kühn die Villa Siebeneichen (1902) in der Nähe des Teltowkanals heute Zehlendorf.
Diese Villa gehörte dem Onkel Kühns dem Generalmajor Meckel.

St.-Norbert-Krankenhaus 2

Endlich konnte ich in:  Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten, Krankenhäuser, Band VII Teilband A, Petersberg 1998, nach dem St. Norbertkrankenhaus suchen.
In diesem Standardwerk und Bauinventar findet sich Carl Kühn nicht, doch auch das Norbertkrankenhaus konnte ich nicht finden.
Die Möglichkeit, dass Kühn dieses Krankenhaus baute ist also weiterhin gegeben.
Zumal auch die Kirchenarchitekten Christoph Hehl (Kühns Mentor), Max Hasak und Hermann Bunning katholische Krankenhäuser in Berlin bauten.

In der selben Reihe erschien auch Bauwerke für Kunst, Erziehung und Wissenschaft - Schulen, Band V Teilband C, Berlin 1991. Dort taucht zwischen 1900 und 1905 bei mehreren Schulbauten unter Ludwig Hoffmann auch ein Kühn auf. Vielleicht handelt es sich hier um Carl Kühn.

Was ein neues Feld eröffnen würde.

Link zur ersten Meldung: http://konstantinmanthey.blogspot.de/2013/03/st-norbert-krankenhaus-ein-kuhnbau.html