Mittwoch, 30. April 2014

Kühn ist überall

Heute war ich in Rathenow. Die dortige St.-Georgs-Kirche ist bereits 1893 eingeweiht worden. Jedoch war sie bereits zur Weihe unvollendet. Aus der freistehenden mit kreuzförmigen Grundriss geplanten, einschiffigen Basilika mit kleinen Querschiff und halbrunden Chorabschluss des Architekten Engelbert Seibertz wurde ein Langschiff mit gerader, hoher Altarrückwand.

Colorierte Fotografie, vermutlich kurz nach der provisorischen Fertigstellung
Q: Pfarrei St. Georg, Rathenow

Anscheinend hat die Gemeinde seither mehrfach versucht den Bau zu vollenden. Auch eine Heizungsanlage war bereits geplant. Dafür gab der Architekt Carl Kühn, 1927, sein Gutachten. Außerdem lieferte er im selben Jahr Pläne für eine Erweiterung der Kirche, als Abschluss des auf "malerische Wirkung hin" angelegten Planes. Den er aufgreifen wollte, um ein Ensemble aus Kinderhort, Gemeindesaal, Gemeindehaus, fertiger Kirche und gegebenenfalls einer Schule zu errichten. Die Pläne konnte ich bei meiner kurzen Überschau noch nicht finden. In den 1930er Jahren (vermutl. 1936) scheint von den Kühn´schen Plänen nur noch der Entwurf eines Glockenträgers für drei Glocken, eingebaut in die bereits teilweise stehende Außenwand des geplanten linken Querhauses, übrig geblieben zu sein (Danke für den Hinweis an Judith Rehfeld, Potsdam.)

Donnerstag, 10. April 2014

St. Christophorus Neukölln

Immer noch bin ich mit einer großen Kühnkirche beschäftigt - St. Christophorus. Sie bietet vielerlei Material für Entdeckungen und Fragen. Nun konnte ich die Akten im Bauaktenarchiv Berlin-Neukölln einsehen.
Dabei stieß ich neben detaillierten Entwürfen, Nachträgen und Korrespondenz sowie der Erläuterung der von Kühn eingesetzten Deckenkonstruktion auf einen Entwurf, der zwar die aktuelle Turmform zeigt aber ein anders gestaltetes Kreuz. Das ich in dieser Form bisher nicht kannte. Der Christus den der legendäre Riese trägt ist zugleich schon der Gekreuzigte. Interessante Idee, man merkt Kühn hatte Freude am Gestalten.

Detail eines Entwurfs von Carl Kühn vom November 1929
Q: Bauakte St. Christophorus, Bd. 3, Bauaktenarchiv Berlin-Neukölln


Links zu früheren Beiträgen zu dieser Kirche:

http://konstantinmanthey.blogspot.de/2014/02/eine-kirche-fur-neukolln.html

http://konstantinmanthey.blogspot.de/2013/05/st-christophorus-neukolln.html

Mittwoch, 9. April 2014

Nachlass Carl Kühn in Berlin

Nun ist der Nachlasssplitter, Kühns Pausbuch II, endgültig angekommen.
Er befindet sich nun voll recherchierbar im Diözesanarchiv Berlin unter der Signatur DAB V/269.

http://www.dioezesanarchiv-berlin.de/best%20V-269.html

Vielleicht geschieht noch ein kleines Wunder und es findet sich noch mehr?

Vielen Dank an die Familie Kühn, die dieses wertvolle Stück Berliner Bistumsgeschichte dem Archiv übergeben hat.

Donnerstag, 3. April 2014

Stand Anfang April 2014

Derzeit verbessere ich meinen Überblick (Listen, Tabellen, Auswertungen) und die Struktur (Kapitel und Arbeitsweise). Desweiteren bearbeite ich gerade zwei Themenfelder, die in meine Arbeit eingegliedert werden sollen: Diasporakirchenbau, sich aus dem Vortrag am 22.3. ergebend und der Umbau der Hedwigskathedrale unter Clemens Holzmeister und Carl Kühn. Viel lesen und stöbern also.