Sonntag, 29. November 2015

Neuerscheinung: Die katholische Diaspora in Deutschland...

Soeben erschienen:

Benjamin Gallin, Michael Höhle und Konstantin Manthey (Hrsg.):
Die katholische Diaspora in Deutschland – Stand und Perspektiven der Forschung
(= Wichmann-Jahrbuch des Diözesangeschichtsvereins Berlin, N.F. 13, 54./55. Jg.)
Verlag F. W. Cordier Heiligenstadt, 2015

Es ist zugleich der Tagungsband zur gleichnamigen Tagung in der Katholischen Akademie in Berlin im März 2014.



Inhalt


Vorwort

Christoph Kösters:
Minderheit und Konfession. Einige Überlegungen zur Erforschung der Diaspora in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Zef Segal:
Nationalizing the global and the local: Demarcating Church Authority in German States following the end of the Holy Roman Empire

Ulrike Geisler:
Die rechtliche Gleichstellung religiöser Minderheiten in Sachsen zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Benjamin Gallin:
Aushandlungen von Zugehörigkeit. Katholische Arbeitsmigranten in Sachsen 1871-1914

Tillmann Bendikowski:
„Damit sie nicht religiös verwildern“ – der Bonifatiusverein und die Katholiken in der Diaspora 1849-1918

Lena Krull:
Prozession und Provokation. Der Berliner Diasporakatholizismus im Kulturkampf

Judith Rehfeld:
Geschichte der katholischen Gemeinden und ihrer Sakralbauten in der preußischen Provinz Brandenburg 1850 – 1914

Konstantin Manthey:
Das Bistum Berlin und der katholische Diasporakirchenbau.
Sakralarchitektur zwischen stilistischen und finanziellen Debatten (1920-40)

Michael Hirschfeld:
Alte Diaspora und Neue Diaspora.
Die innerkirchliche und gesellschaftliche Rolle der Diasporakatholiken in der Epoche der Industrialisierung und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg am Fallbeispiel Oldenburgs

Christian Müller-Lorenz:
Diaspora in der Großstadt?
Vorüberlegungen zu einer Untersuchung des Berliner Katholizismus 1945-1965

Stephan Mokry:
Dreimal Diaspora? Kardinal Julius Döpfners Sicht auf seine bischöflichen Wirkungsstätten Würzburg, Berlin und München in den Jahren 1948-1976 anhand von Predigten und Hirtenbriefen

Friedel Doért:
Gedenktafel für Carl Sonnenschein in der Georgenstraße 44

Birgit Mitzscherlich:
Die Bischöfe von Berlin und (Dresden-)Meißen – eine wechselnde Geschichte


Rezensionen
Uwe Czubatynski, Bibliographie zur Kirchengeschichte in Berlin- Brandenburg (Michael Höhle)

Archiv für schlesische Kirchengeschichte, Bd. 71 (Michael Höhle)

Sascha Bütow/ Peter Riedel/ Uwe Tresp (Hrsg.), Das Mittelalter endet gestern (Thomas Marin)

Andrea Elisabeth Giersbeck, Christoph Hehl (Konstantin Manthey)

Wolfgang Knauft, Georg Sterzinsky, Helfer zur Einheit (Michael Höhle)

Jürgen Petersohn, Die Kamminer Bischöfe des Mittelalters (Michael Höhle)

Michael Höhle:
Aus der Tätigkeit des Diözesangeschichtsvereins in den Jahren 2013-2015

Bildnachweis

Autorenverzeichnis

Sonntag, 22. November 2015

Christkönig 2015

Mit dem heutigen Sonntag schließt sich der Jahreskreis. Bald beginnt die vorweihnachtliche Rüstzeit. Am nächsten Sonntag ist dann der 1. Advent. Allen Lesern einen schönen "letzten" Sonntag im Kirchenjahr.

Seit Dezember 1925 gibt es dieses Hochfest. Es entstand vermutlich mit Bezug zu den untergegangenen Monarchien in Europa und reagierte auf die neuen Machtverhältnisse. Zudem entwickelt sich das Fest, das die endzeitliche und ewige Herrschaft Gottes betont, zu einem Gegenentwurf nationalsozialistischer (faschistischer) Herrschaftsansprüche.

Das gezeigte Fenster befindet sich in St. Jakobus Grimmen, Vorpommern. Dieses und weitere Glasbilder in der Kapelle, eines von Carl Kühn 1925/26 erbauten Missionshauses, stammen von Egbert Lammers und wurden von August Wagner, Berlin, 1941 angefertigt. Auch wenn es nach Kriegsbeginn (fast) keine kirchliche Bautätigkeit gab, konnten viele Gemeinden die Ausstattung Ihrer Gotteshäuser vorantreiben.
In jenen Jahren kommt es zu Fensterbildern, Gemälden, Wandteppichen u.v.m.. Dabei ist Egbert Lammers im Berliner Bistumsbereich oft zu finden.
Die Grimmener Glasfenster sind von besonderer Eindringlichkeit und künstlerischer Klarheit sie passen damit gut zur Stimmung der Kriegsjahre.


Christkönigsfenster aus St. Jakobus, Grimmen
Foto: K. Manthey, 2015

Hier das Evangelium vom Tage (Joh 18, 33b-37)

In jener Zeit fragte Pilatus Jesus: Bist du der König der Juden?
Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?
Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.


Link zu anderen Posts zu Christkönig (intern)
Link zu anderen Fenstern aus St. Jakobus in Grimmen (intern)
Link zu Beiträgen über Egbert Lammers (intern)

Sonntag, 15. November 2015

St. Hedwig vor 63 Jahren - Kuppelaufbau 2

Während weiter um eine Entscheidung zur Renovierung/ zum Umbau von St. Hedwig gerungen wird, blicke ich zurück.
Zum Weihnachtsfest 1952 schenkte die Bauleitung St. Hedwig der VEB Bau dem Berliner Bischof Wilhelm Weskamm ein Fotoalbum mit Bildern von der Kuppelbaustelle.
Als zweites Bild präsentiere ich eine Abbildung von einem Modell. Dieses war im Maßstab 1:20.
An dieser Miniatur wurden verschiedene Aufbauten erprobt. Vermutlich ist es in einem Raum der Ruine, der durch Holzmeister 1931/32, angebauten Sakristei aufgebaut.

Kuppel-Modell von St. Hedwig 1952, 
Aus einem Erinnerungsalbum für Wilhelm Weskamm
Q: Pfarrarchiv Domgemeinde St. Hedwig
Im Vordergrund ist vermutlich ein Modell des Belastungsprobenaufbaus, den die Stahlbetonsegmente an Ort und Stelle durchliefen bevor sie aufgerichtet wurden.

Freitag, 13. November 2015

St. Hedwig vor 63 Jahren - Kuppelaufbau

Während weiter um eine Entscheidung zur Renovierung/ zum Umbau von St. Hedwig gerungen wird, blicke ich zurück.
Zum Weihnachtsfest 1952 schenkte die Bauleitung St. Hedwig der VEB Bau dem Berliner Bischof Wilhelm Weskamm ein Fotoalbum mit Bildern von der Kuppelbaustelle.

Heute eine Aufnahme mit Blick über den Bebelplatz. Man sieht die Zerstörung der Innenstadt. Dabei sind einige bauliche Spezialitäten zu erkennen, wie die Kuppel der Lesehalle der (preußischen) Staatsbibliothek. Die 1903-1914 durch Ernst von Ihne, der in der Krypta von St. Hedwig bestattet war, erbaut wurde.

St. Hedwig 1952, Aus einem Erinnerungsalbum für Wilhelm Weskamm
Q: Pfarrarchiv Domgemeinde St. Hedwig
Die Kathedrale weist noch die alte, stark zerstörte Mauerkrone auf. Welche abgerissen und durch eine neue ersetzt wurde.


Sonntag, 1. November 2015

53. Weihetag von St. Hedwig

Heute vor 52 Jahren wurde die wiederaufgebaute St.-Hedwigs-Kathedrale durch den Berliner Bischof eingeweiht. Es ist schwer eine gute Innenaufnahme dieses Ereignisses zu finden.
Doch Dank Wikimedia und dem Bundesarchiv ist dieses fröhliche Bild verfügbar.

Erzbischof Dr. Alfred Bengsch, Bischof von Berlin,
schreitet zur Kathedrale (vermutlich vor der Weihe)

Bundesarchiv, Bild 183-B1101-0015-002 / Kohls, Ulrich /
CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)],
via Wikimedia Commons