Sonntag, 27. März 2016

Osterbild 2016

"...hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten..."


Noch einmal ein Fensterbild von Egbert Lammers aus St. Jakobus in Grimmen (hier geht es zum ganzen Bild von 2015). Wo der Künstler das Glaubensbekenntnis verbildlichte. 
Bewundernswert ist, dass Lammers den Hinabstieg Jesu in das Totenreich mit der in der oströmischen Bildtradition besonders beliebten Befreiung der Toten vor seiner Auferstehung verbindet. Erst diese Verbildlichung erklärt die Höllenfahrt Jesu ganz. Bei den Befreiten handelt es sich um die Gerechten, die seit Adam im "limbus patrum" (Vorhölle der Väter) auf die Erlösung durch Christus und die Einkehr in das Paradies warten (im Fensterbild ist oben links Limbus zu lesen). Nach seiner Kreuzigung stieg Jesus somit erst in die Hölle hinab. Bevor er auferstand.

beide Bilder sind Teil eines Fensters von Egbert Lammers,
aus dem Fensterwerk in Grimmen
Foto: K. Manthey, 2015

IHNEN ALLEN, LIEBE LESER 
GNADENREICHE FESTTAGE UND FROHE OSTERN 2016!



Donnerstag, 24. März 2016

Triduum sacrum

Mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag beginnen die drei Heiligen Tage, die mit ihrer Liturgie und ihren Schrifttexten die Dramatik der Ostertheologie noch einmal bündeln.

Wieder einmal zeige ich ein Fenster aus der St. Jakobus-Kapelle im Missionshaus Grimmen, Vorpommern. Es wurde von Carl Kühn 1925/1926 gebaut. Geplant war hier neben dem Pfarrhaus auch eine Kirche. Diese wurde nicht realisiert.


Fenster aus St. Jakobus, Grimmen
Foto: K. Manthey, 2015
Der Fensterzyklus behandelt das Glaubensbekenntnis, hier:

"..gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben..."


Ausgeführt wurden diese Fenster von August Wagner, Berlin, 1941. Den Entwurf lieferte Egbert Lammers, nachdem der Rest der Innenausstattung von einem Mitbruder der in Grimmen tätigen Herz-Jesu-Priester, ab 1938 zusammengetragen wurde.




Weitere Fenster aus Grimmen (intern)

Donnerstag, 17. März 2016

Vortragsankündigung: Heute 20 Uhr, St. Augustinus Berlin

Heute Abend spreche ich über:

St. Augustinus als Zentrum des modernen Bauens –
Diskussion zwischen zwei Architekten 1925

Abbildung eines Modells
Q: Willkommensbrief der Gemeinde, PfA St. Augustinus
Beginn ist um 20 Uhr im Kolpingraum der Kirche St. Augustinus, Dänenstr. 17/18, 10439 Berlin.

Es geht um Carl Kühn und Josef Bachem und Ihre Diskussionen um den Kirchenbau in der Dänenstraße.

Herzliche Einladung an Kurzentschlossene.


Dienstag, 1. März 2016

Vor 73 Jahren: Zerstörung von St. Hedwig

Als die Alliierten im Zweiten Weltkrieg verstärkt Berlin aus der Luft angriffen, wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1943 auch die St. Hedwigs-Kathedrale ein Opfer der Bomben. Eine Brandbombe durchschlug die hölzerne Dachkonstruktion der Kuppel und ließ nur die Umfassungsmauern und die Säulenkerne stehen. Bis in die Krypta soll die Beschädigung vorgedrungen sein.
Dabei habe Msgr. Dr. Banasch, 20 Mal versucht die Feuerwehr zu erreichen, diese sei jedoch erst nach 2 1/2 Stunden angerückt. Da zu dieser Zeit der Befehl bestand, Kirchen nicht vorrangig zu löschen. Sonst hätte man wohl die Kathedrale retten können.
Bis 1946 erfolgte die Beräumung und Sicherung der Ruine. Dann wurde überlegt wie die Kuppel wieder hergestellt werden konnte. Eine Holzkonstruktion war ebenso im Gespräch, wie die umgesetzte Variante mit den Stahlbetonrippen. Dies wurde bis 1954 realisiert. Erst danach konnte an den Innenausbau gedacht werden.

Blick auf die Ruinen-Fassade, vermutlich 1946
Q: Bildarchiv der Kunstbeauftragten