Dienstag, 31. Mai 2016

Vortragsankündigung VIII: "Der Bunningplan"- Gemeindeplanung ab 1926, 2. Juni, 20 Uhr



Wieder einmal halte ich einen Vortrag in der Kolpingfamilie in St. Augustinus.
Beginn ist um 20 Uhr im Kolpingraum der Kirche St. Augustinus, Dänenstr. 17/18, 10439 Berlin.

Gemeindeplan des Berliner Südwestens
Q: Pfarrarchiv St. Matthias, Berlin-Schöneberg
Dieses Mal geht es um die Planung von Gemeinden im Berliner Bereich, die seit Mitte der 1920er Jahre auf Jahrzehnte Seelsorgestellen und Kirchenbauten vordefinierten. Neben Weihbischof Deitmer und Delegatursekretär Banasch war vor allem der Architekt und Bauunternehmer Hermann Bunning federführend. Daher auch der Begriff "Bunningplan".

Herzliche Einladung an Kurzentschlossene.


Donnerstag, 26. Mai 2016

Fronleichnam

Heute ist das Fest des Herren Leib. Bisher habe ich dazu noch nichts gepostet. Dies soll sich heute ändern, zumindest mit einem Bild. Diese wunderbare Monstranz gehörte einst zu St. Christophorus in Neukölln. Der mythische Heilige Riese, der den Herren sicheren Fußes trug, trägt IHN abermals.

Monstranz von Reinhard Hofbauer aus der Phase der ersten Umbauten, 1938
Ein wunderbares Stück!
Hier ein Auszug aus der Pfarrchronik zur Beschreibung, geschrieben von Pfr. Funk, 1938 
(begonnen 1933 von Emil Fulge, S. 86):

"Die Monstranz zeigt als Mittelstück den heiligen Christophorus in Rücksicht auf den Zweck der Monstranz wurde er etwas abweichend von der üblichen Darstellungsweise geformt. Die Figur des Heiligen steht unten auf einen Sockel. Das obere Stück mit der heiligen Hostie ist umrahmt von den Buchstaben des Christuszeichens, diese selbst sind geschmückt mit tiefblauen, rechteckigen Lapislazuli. Das ganze ist dann nochmals umrahmt von einem Kreise, bewusst hatten wir die übliche Art und Weise der Sonne mit ihren Strahlen aufgegeben, weil wir etwas neues schaffen wollten, und weil hier zum ersten Male für unsere Kirche der Patron zur Darstellung gebracht werden sollte. Diese Monstranz passt natürlich in keine andere Kirche, aber für eine St. Christophoruskirche war sie die gegebene. Sie hat auch den Beifall der Gemeinde gefunden. Mit der Monstranz hatten wir von der gleichen Firma Passelt auch eine Custodia machen lassen, die gleichfalls der Herr Architekt Hofbauer entworfen hatte. So war es uns jetzt möglich, am kommenden hochheiligen Ostertage bei der Auferstehungsfeier unsere eigene Monstranz in Gebrauch zu nehmen."


Hofbauer, der später besonders durch die alte St.-Canisius-Kirche von 1955 bekannt wurde, unterstützte den Pfarrer bei der Neugestaltung der Kirche. Mit den Änderungen war Kühn, als Erbauer, der 1932 geweihten, Kirche nicht einverstanden.

Dienstag, 24. Mai 2016

143. Geburtstag: Zeit für ein Quiz - Zweiter Versuch

Am 19. April wäre Carl Kühn 143. Jahre alt geworden....
...da habe ich einmal in die Bilderkiste gegriffen und drei Entwürfe von ihm gefunden, 
die er an seinem Geburtstag gefertigt bzw. unterschrieben hat - 
einer vom 55., ein weiterer vom 57. und der letzte vom 60. Geburtstag.

Da bei der Erstveröffentlichung die Abbildungen zu unklar waren,
hier nun eine Wiederholung mit größeren Ausschnitten.

Doch zu welchen Kirchen(-Gebäuden) gehören die Entwürfe?

Raten lohnt! Der- oder Diejenige mit dem besten Ergebnis 
erhält einen Buchpreis. 

Nachricht bitte bis zum 31. Mai 2016, per Kontaktformular, Kommentar oder an kunstgeschichte_kmanthey@yahoo.de.

VIEL ERFOLG!

1928, nicht ganz so gebaut doch die Kirche steht noch
1930, nicht ganz so gebaut doch der Bau steht noch
1933, nicht ganz so gebaut doch das Gebäude steht auch noch
Übrigens vielleicht hilft die Liste der Werke von 2013 (intern), 
dort sind alle Bauten der Ausschnitte verzeichnet.

Hier findet man die erste Fassung des Quiz, etwas kniffliger...
http://konstantinmanthey.blogspot.de/2016/04/143-geburtstag-zeit-fur-ein-quiz.html

Sonntag, 15. Mai 2016

Vorsicht Pfingsten!

Vorsicht, der Geist ist heiß!

Mitten an der Karnevalsmeile in Berlin-Kreuzberg steht eine Katholische Kirche. Seit 1907 steht sie da. Der Volksmund hat die Kirche und die herumgebauten Häuser schnell Kreuzberger Vatikan getauft. Es ist ein Werk von Max Hasak. Einem Architekten, der in seinen Kirchen eine Transformation der historistischen Prämissen, vollführt, dass man ins Staunen geraten kann.


Pfingsten
Von aussen
Staunen an der Tür

Diese Kirche, die sonst aufgrund der Massen von angeheiterten Feierwütigen zur Nacht der Offenen Kirchen geschlossen bleibt, öffnete heute am Pfingsttag zu einer besonderen Geburtstagsfeier. Vorsicht Pfingsten war auf Postern und Postkarten zu lesen. Und viele kamen hinein, oft auch um die spürbar stillere Atmosphäre zu nutzen und kurz anzukommen.
Orgelimprovisationen, eine pfingstliche Soundcollage, ein wehendes rotes Tuch im Mittelgang,
viele kleine Stationen hier und dort und Seifenblasen sowie eine Wunsch-Sende-Station vor dem Altarraum, machten St.Bonifatius zu einem anderen Ort der Kulturen.

Wehender Geist

Seifenblasen von der Orgelempore

Wunsch bereit zum Start?


Und wer in der Pforte stehen blieb konnte draußen das närrische Treiben beobachten. Unterstützt wurde das Projekt vom "Arbeitskreis Kirche und Kunst zeigen!" (einem Zusammenschluss von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kirche, die mit Kirche Kunst und Kultur machen wollen).
Vielen Dank (an Carla, Katja und die vielen Helfer der Gemeinde) für dieses gelungene Geburtstagsfest:
Happy Birthday Kirche!


Happy Jesus

Im Turm


Hier geht es zum Pressetext (extern)